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eisenwege

EISENwege

Museum Schloss Hellenstein, Heidenheim

28.10.21, 11:00 Uhr
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Zeitgenössische Kleinplastik aus Metallen
Erstmalig präsentiert das Kunstmuseum Heidenheim eine Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Bildhauerinnen und Bildhauer im Schloss Hellenstein. Der Künstler und Kurator Jürgen Knubben hat hierfür eine Auswahl von rund 50 Werken aus fünf Jahrzehnten zusammengetragen, welche die Vielfalt metallener Materialien in der bildenden Kunst demonstriert. Mit der Werkschau knüpft das Museum zum einen an die wichtige Geschichte der Skulptur in der Stadt an und möchte zum anderen neue Perspektiven in die Räume des Schlosses ermöglichen.
Der Blick auf Eisen, Stahl, Bronze und andere Werkstoffe ist aus kunsthistorischer Perspektive ein spannender. Seit Jahrtausenden wird Metall wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten geschätzt. Vor allem im Kunsthandwerk und der Architektur fand der Werkstoff rege Verwendung. Anders war dies hingegen in der bildenden Kunst. Hier wurden die bildnerischen Möglichkeiten von Metallen als eigenständige Ausdrucksmittel erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in größerem Umfang genutzt.
Der Fokus der facettenreichen Werkschau richtet sich daher vor allem auf die Stahlbildhauerei nach 1945 in Deutschland und darüber hinaus. Am Beispiel von 39 künstlerischen Positionen werden verschiedene Tendenzen und Entwicklungslinien nachgezeichnet. Diese reichen von formal-abstrakten über figurative bis hin zu ex-perimentellen Formen.
Hierbei wird der Reiz von Metall als Werkstoff deutlich. Denn es leistet zwar erheblichen Widerstand in der Bearbeitung, erlaubt aber auch vielfältige Formideen. Schwere und Leichtigkeit können parallel erlebbar gemacht und Oberflächen erzeugt werden, die von extrem glänzend bis extrem matt reichen. Linie, Bewegung und Schwingung, Masse und Öffnung spielen eine Rolle in der Bearbeitung des Ma-terials. Darüber hinaus ist Stahl nahezu unvergänglich.
Das früheste Werk der Ausstellung wurde in den 1960er Jahren von Gerlinde Beck geschaffen. Der Künstlerin gelingt in ihrem Werk die Verbindung aus abstrakten Formelementen und dem menschlichen Körper. Die glatte Aluminiumfläche steht in deutlichem Kontrast zu eher krustigen oder rostigen Objekten, wie sie etwa Markus Daum, Werner Knaupp oder Thomas Lehnerer schaffen. Besonders reizvoll ist die Arbeit mit Metallen auch dann, wenn schwere Materialien sich in beinahe tänzerischer Leichtigkeit in den Raum entwickeln. Bei Riccardo Corderos, Gisela von Bruch-hausens oder Jörg Bachs Werken fällt es schwer sich vorzustellen, wie schwer sowohl das Material als auch die Arbeit daran ist.
Unter den Künstlernamen finden sich nicht wenige süddeutsche Positionen, die internationale Bekanntheit erlangt haben, etwa Horst Antes, Erich Hauser oder Franz Bernard.
Mit Werken von:
Hiromi Akiyama / Horst Antes / Till Augustin / Jörg Bach / Gerlinde Beck / Franz Bernhard / Gisela Von Bruchhausen / Riccardo Cordero / Michael Croissant / Markus Daum / Eberhard Eckerle / Sonja Edle von Hoessle / Erich Hauser / Bernhard Heiliger / Anton Hiller / Urban Hüter / Werner Knaupp / Jürgen Knubben / Thomas Lehnerer / James Licini / Herbert Mehler / Ansgar Nierhoff / Werner Pokorny / Thomas Raschke / Karl Manfred Rennertz / Gert Riel / Thomas Röthel / Robert Schad / Reinhard Scherer / Dietrich Schön / Hans Schüle / Rüdiger Seidt / Giuseppe Spagnulo / Eckhart Steinhauser / Markus F. Strieder / Manuela Tirler / Bernar Venet / Günter Wagner / Andrea Zaumseil

Veranstaltungsort

Museum Schloss Hellenstein


89522 Heidenheim -

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Veranstalter

Kunstmuseum

Marienstraße 4
89518 Heidenheim -

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